19.5.2011. Mit Herrn Loorbeers Gespür für Spitzenlocations hab ich schon vor Jahren das ehrwürdige Zeughaus in Lindau ins Auge gefasst und war mir sicher, dort genau richtig zu sein mit Georges Trio: Nussbaumer-Weber-Kreil.... und ich sollte mich nicht getäuscht haben.

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen machen wir uns auf ans andere Seeufer, ich hab mit Bernie einen Treffpunkt in Dornbirn ausgemacht, springe ins "Büssle" und nach kurzer Fahrt sind wir schon da.

Inmitten der pittoresken mittelalterlichen Inselstadt Lindau erwartet uns bereits Andi, der uns die Tore des geschichtsträchtigen Zeughauses öffnet, uns alles zeigt und darum besorgt ist, dass es uns an nichts mangelt. Rasch ist aufgebaut und installiert und tongemeistert, die Stimmung bei den Musikanten ist fröhlich und entspannt.


Ankündigung in der Lindauer Zeitung von Jürgen T. Widmer "Der doppelte Nussbaumer kommt"






Erbaut im 15 Jahrhundert von Maximilian I. genannt der letzte Ritter, dieser darin "sein Zeug" aufbewahrte, wie Karlheinz, der Chef des Zeughaus-Kulturvereins mit einem Augenzwinkern bemerkt. Mit Zeug versteht sich freilich allerhand Bewaffnung und sonstigem Kriegsgerät, um damit die aufsässigen Burgunder und unberechenbaren Helveten auf Distanz zu halten.















Wir begeben uns alsbald zum Abendessen in eines der schmucken Lokale in den verwinkelten Gassen der Innenstadt. Ganz nebenbei erwähnt krieg ich hier die beste Pizza meines Lebens serviert. Ein Traum mit Rauke und Parmensan. (Die Essengehen-Fotos mach ich mit meinem neuen TelevisionsGPSStereoFax-Geigerzähler-Sternenkarten-ABS-Telefon, einen Versuch wars wert ..)




Das Konzert beginnt. Die Leute sind begeistert, das Zeughaus ist voll und George in Bestlaune. Zwischen den Songs nimmt er sich ausgiebig Zeit um launig über Gott (!!) und die Welt zu philosophieren und es ist ein kurzweiliger Abend voller Heiterkeit. Nussbaumer, Weber und Kreil jeder für sich und alle 3 zusammen zeigen, was sie drauf haben.

Mein Gänsehautsensometer meldet sich jedenfalls im Minutentakt, immer und ausdauernd bei den zweistimmigen, von George und Bernie intonierten Passagen. Ein gutes Zeichen!

Die ohnehin schon spitzenmässige Akustik im Saal hat sich mit der Anwesenheit des Publikums nochmal verbessert und ich freue mich besonders über das Lob aus dem berufenen Munde des Herrn Elmar Bösch des guten Tons wegen, wie überhaupt ich an diesem Abend mit Komplimenten überschüttet werde. Darf auch mal sein, oder?




Um es mit Michael Köhlmeier zu sagen: "Markus Kreil, der beste Bassist weit und breit!" Das bekommen wir an dem Abend noch mehrmals zu hören.




Grosses Tennis im Zeughaus Lindau, Standing Ovations für George, Markus und Bernie zum Schluss, Irmi hat zuwenige CDs im Koffer, die zweite CD-Verkaufsaktion nach dem Konzert entfällt. George Nussbaumer schickt mir tags darauf folgendes Mail mit der Anregung, es hier im Loorbeer-Konzerbericht zu veröffentlichen. SEHR GERNE:

Gibt es ihn doch nicht? den Kultur-Grenz-Balken?

Das Zeughaus, akustisch ein Traum, es war voll, voller Menschen!
Sie wollten alle Nussbaumer, Weber, Kreil hören!
Oh, es war die Art von Konzerten, die Freude machen, und die einem
glauben lassen, dass die Club-Kultur noch nicht tot ist
Bravo und danke an das Publikum, das sich an dem Abend nicht zuhause
von ihren Medien-Centern auf der Couch verwöhnen hat lassen, sondern von uns!!

Alles Liebe! Euer George

Dem schliesse ich mich vollinhaltlich an und nochmals herzlichen Dank an Karlheinz und dem Team vom Zeughaus für das Engagement und die herzliche Aufnahme, wir kommen gerne wieder! Und ich glaub, das Lindauer Publikum auch ..

Nachtrag: Konzertkritik in der Lindauer Zeitung (Jürgen T. Widmer 23.5.2011)